Swiss Golf Simulators Alle Standorte Karte Nach Kanton Nach Stadt Jetzt offen In der Nähe Für Unternehmen

2. Oktober 2026 · 8 Min. Lesezeit

Golf-Tipps für Anfänger: die zehn, die wirklich Schläge sparen

Zehn Tipps, die nicht auf Gefühl beruhen: jeder mit einer Zahl oder einer Regel zum Nachschlagen, und ein Plan, sie in sechs Wochen zu üben.

Golf-Tipps für Anfänger: die zehn, die wirklich Schläge sparen — Beitragsbild

Die meisten Golf-Tipps sind Gefühle: lockerer schwingen, tiefer stehen, den Kopf unten lassen. Diese zehn sind anders. Jeder kommt mit einer Zahl oder einer Regel, die du nachschlagen kannst, aus den Lehrunterlagen der PGA, den Golfregeln, dem Handicap-System von Swiss Golf und aus Daten von Amateuren. Viele lassen sich in einer Stunde am Simulator prüfen.

Die zehn Tipps auf einen Blick

Nr.TippZahl oder Regel
1Vom richtigen Abschlag spielenIndex 15: Ziel 87, 90 oder 92 Schläge, je nach Abschlag
2Strafschläge zählen0,56 pro Runde bei Handicap 0, 4,67 bei Handicap 25
3Ball aufheben, wenn das Loch nicht mehr zähltMaximum pro Loch ist das Netto-Doppelbogey
4Höchstens drei Minuten suchenRegel 18.2
5Aus Kniehöhe droppenRegel 14.3
6Die Carry-Distanz deiner Schläger kennenzehn Schläge pro Schläger, der Mittelwert zählt
7Einen Schwung lernen, nicht vierzehn2 bis 3 Sekunden, langsam, schnell, langsam
8Erst der Ball, dann der BodenDas Divot beginnt nach dem Ball
9Griff fest, aber nicht gequetschtEinsteigerleitfaden der PGA of America
10Aufwärmen56,6 Prozent der Amateure verletzen sich im Golferleben

1. Spiel von den richtigen Abschlägen

Jeder Abschlag hat sein eigenes Course Rating und Slope Rating, und daraus entsteht dein Course Handicap. Swiss Golf rechnet das mit einem Index von 15 vor: Von Blau bekommst du 15 Schläge, von Gelb 18, von Weiss 20. Dein Ziel, um dein Handicap zu spielen, ist Par plus Course Handicap, bei Par 72 also 87, 90 oder 92 Schläge (Swiss Golf). Derselbe Spieler hat von hinten ein schwereres Spiel, und das Ziel steigt um fünf Schläge.

Für den Anfang heisst das: Wähl den Abschlag nach deiner Schlagweite, nicht nach dem Anspruch. Deine Schlagweite kennst du aus Tipp 6. Die Formeln dahinter stehen in Handicap Index selber nachrechnen.

2. Zähl Strafschläge, nicht Fairways

Shot Scope vergleicht Amateure nach Handicap. Die Fairwayquote liegt bei Handicap 0 bei 50 Prozent und bei Handicap 25 bei 46 Prozent, ein Unterschied von vier Punkten. Die Strafschläge dagegen steigen von 0,56 auf 4,67 pro Runde (Shot Scope). Das sind vier Schläge, und es kostet nichts, sie wegzulassen.

Der einfachste Weg ist der Schläger, mit dem der Ball im Spiel bleibt. Auf einem engen Loch ist das oft ein Hybrid statt des Drivers. Welche Zahl dir sonst Schläge spart, steht in Strokes Gained für Amateure.

3. Heb den Ball auf, wenn das Loch nicht mehr zählt

Im Handicap-System zählt pro Loch höchstens das Netto-Doppelbogey: ein Doppelbogey plus die Vorgabeschläge, die du an diesem Loch bekommst (Swiss Golf, WHS-Broschüre). Was darüber liegt, wird gekappt. Im Stableford gibt es ab einem bestimmten Punkt keinen Punkt mehr. In beiden Fällen kannst du den Ball aufheben und weitergehen, und es kostet dich im Handicap nichts. So schenkst du der Gruppe hinter dir Zeit. Wie die Zählweise funktioniert, steht in Stableford und Scorekarte.

4. Such höchstens drei Minuten

Du hast drei Minuten, um einen Ball zu suchen (R&A, Regel 18.2). Danach ist er verloren: Du spielst von der Stelle des letzten Schlags einen neuen Ball und zählst einen Strafschlag. Wenn du schon beim Schlag vermutest, dass der Ball verloren oder im Aus sein könnte, spiel gleich einen zweiten, einen provisorischen. Die drei Fälle mit ihren Strafschlägen stehen in Ball verloren, im Aus, in der Penalty Area.

5. Droppe aus Kniehöhe

Seit 2019 wird aus Kniehöhe gedroppt, nicht mehr aus Schulterhöhe (R&A, Regel 14.3). Der Ball muss in der Erleichterungszone landen und darin liegen bleiben. Für die Platzreife verlangt Swiss Golf 40 Fragen zu Regeln und Etikette, 28 davon müssen stimmen (Reglement). Die zwölf Regeln, die du für die Prüfung und die ersten Runden brauchst, stehen in Golfregeln für Anfänger.

6. Kenne die Carry-Distanz deiner Schläger

TrackMan nennt als Standardannahme für einen durchschnittlichen Golfer 94 mph Schlägerkopfgeschwindigkeit beim Driver (TrackMan). Wie weit dein Eisen 7 trägt, liest du daraus nicht ab, du misst es: zehn Schläge mit demselben Schläger, den besten und den schlechtesten streichen, den Mittelwert aufschreiben. Mit dieser Tabelle wählst du auf dem Platz den Schläger für die Distanz, die du meistens schlägst, und nicht für die eine, die dir einmal gelungen ist.

Eine Stunde in einer Bay kostet im Median CHF 50, und die Bay teilen sich meist bis zu vier Personen. 80 der 110 Indoor-Anlagen im Verzeichnis publizieren ihren Stundenpreis. Wie du die Tabelle erstellst, steht in Schlägerdistanzen.

7. Lern einen Schwung, nicht vierzehn

Die PGA of America schreibt in ihrem Einsteigerleitfaden: Für Golf musst du nur einen Grundschwung lernen. Ändert sich die Distanz, nimmst du einen anderen Schläger. Der Schwung hat zwei Phasen, die Vorbereitung vor dem Schlag und den Schwung selbst, und besteht aus Ansprechen, Takeaway, Richtungswechsel, Abschwung, Treffmoment und Finish (PGA of America).

Er dauert zwei bis drei Sekunden und folgt einem Rhythmus, den der Leitfaden langsam, schnell, langsam nennt: sanft zurück, am höchsten Punkt die Richtung wechseln, dann gleichmässig schneller bis zum Finish. Den ganzen Ablauf mit den Winkeln beschreibt Der Golfschwung für Anfänger.

8. Erst der Ball, dann der Boden

Der tiefste Punkt des Schwungs liegt nach dem Ball, und das Divot beginnt nach dem Ball. So fasst es der Golfeinstieg des Deutschen Golf Verbands in den Technik-Tipps der PGA Professionals Andy Proudman und Piers Ward zusammen (golf.de). Fette und dünne Schläge entstehen, wenn dieser Punkt wandert. Warum, und was der Launch Monitor dazu zeigt, steht in Fette und dünne Schläge vermeiden.

9. Halt den Griff fest, aber quetsch ihn nicht

Die PGA of America sagt es in einem Satz: Halte den Schläger fest, aber drück nicht zu (PGA of America). Die PGA Deutschland hält in ihrer Ausbildungsunterlage fest, dass es nicht den einen richtigen Golfgriff gibt. Anfänger und Kinder beginnen meist mit dem Zehnfinger-Griff, und der Griff entwickelt sich mit der Zeit weiter (PGA Deutschland). Die drei Varianten und was sie ändern, steht in Golfgriff richtig halten.

10. Wärm dich auf

Über die Hälfte der Golfer verletzt sich im Lauf des Lebens. Eine Meta-Analyse über 20 Studien und 9'221 Golfer nennt für Amateure eine Lebenszeit-Prävalenz von 56,6 Prozent (British Journal of Sports Medicine). Der Leitfaden der PGA of America zeigt Dehnübungen für Rumpf und Beine, unter anderem das Rumpfdrehen mit dem Schläger über den Schultern.

Was ein Aufwärmen konkret enthält, steht in Golf und Rückenschmerzen, Übungen für zu Hause in Golf Fitness und die häufigsten Verletzungen in Golfverletzungen vermeiden.

Mehr dazu: Golf putten lernen, Pre-Shot-Routine im Golf, Golf richtig üben.

So übst du die zehn in sechs Wochen

Woche 1 und 2: Griff, Stand und ein halber Schwung, mit dem Handy gefilmt (Den eigenen Schwung filmen). Woche 3: eine Stunde in der Bay, jeder Schläger zehnmal, die Carry-Tabelle aufschreiben. Woche 4: ein Schnupperkurs oder eine Lektion bei einem Pro. Woche 5 und 6: neun Löcher auf einem Kurzplatz, mit den Tipps 3 bis 5 im Kopf.

Die Bay ist der Teil, der im Winter und bei Regen immer geht. Wo eine Anlage in deiner Nähe steht, zeigt die Karte, was eine Stunde kostet, die Preisübersicht, und Einsteigerformate stehen auf Golfsimulator für Anfänger. 95 der 126 Anlagen im Verzeichnis bieten Coaching an, die Trainingsseite listet sie.

Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Golf-Tipps für Anfänger?

Strafschläge zählen und vermeiden, die Carry-Distanz jedes Schlägers messen und einen einzigen Grundschwung lernen. Diese drei sparen am meisten Schläge. Dazu kommen die Regeln zu Suchzeit und Droppen und ein Aufwärmen vor der Runde.

Wie lange dauert ein Golfschwung?

Zwei bis drei Sekunden vom Ansprechen bis zum Finish. Der Einsteigerleitfaden der PGA of America beschreibt den Rhythmus als langsam, schnell, langsam: sanft zurück, am höchsten Punkt die Richtung wechseln, dann gleichmässig schneller bis zum Finish.

Wie viele Schläger darf ich mitnehmen?

Höchstens vierzehn. Die Golfregeln erlauben nicht mehr als 14 Schläger zu Beginn der Runde und während der Runde (Regel 4.1b). Ein Anfänger braucht deutlich weniger, ein Halbsatz mit sechs Schlägern genügt für den Start.

Wann darf ich den Ball aufheben?

Im Stableford, wenn du keinen Punkt mehr holen kannst, und in der Runde mit Freunden jederzeit. Für das Handicap zählt pro Loch höchstens das Netto-Doppelbogey, ein Doppelbogey plus die Vorgabeschläge an diesem Loch. Alles darüber wird gekappt.

Wo kann ich im Winter üben?

In einer Simulator-Bay. 80 der 110 Indoor-Anlagen im Verzeichnis publizieren einen Stundenpreis, im Median CHF 50 pro Bay, die sich meist bis zu vier Personen teilen. 95 der 126 Anlagen bieten Coaching an. Die Karte zeigt die Anlagen in deiner Nähe.

Quellen