2. Oktober 2026 · 7 Min. Lesezeit
Golfschwung für Anfänger: die Phasen, die Winkel im höchsten Punkt und das Tempo 3 zu 1
Schultern 90 Grad, Hüften 45 bis 50 Grad, Ausholen dreimal so lang wie der Abschwung: die Zahlen der PGA zum Golfschwung, dazu drei Übungen ohne Ball.

Der Golfschwung dauert zwei bis drei Sekunden und hat doch für jeden Abschnitt einen Namen. Dieser Beitrag ordnet sie, nennt die Zahlen, die die PGA Deutschland für den höchsten Punkt des Schwungs angibt, und zeigt drei Übungen der PGA of America, die du ohne Ball machen kannst. Am Ende steht, was ein Simulator zum Schwung sagen kann und was nicht.
Ein Schwung, keine ideale Form
Die PGA of America schreibt in ihrem Einsteigerheft, du musst für Golf nur einen Grundschwung lernen. Ändert sich die Distanz, wählst du einen anderen Schläger aus dem Set (PGA of America, First Swing). Die PGA Deutschland geht weiter: Es gibt keine ideale Schwungbewegung im Golf, die Bewegungen sind individuell und den körperlichen Voraussetzungen angepasst, und selbst in der Weltspitze sind sie teilweise sehr unterschiedlich. Sehr gute Spieler haben aber einen verlässlicheren und funktionaleren Ablauf als andere (PGA Deutschland, Lernunterlage Golftechnik). Für dich heisst das: Du lernst Bausteine, keine Pose.
Die Phasen
| Einteilung | Phasen |
|---|---|
| PGA Deutschland | Ausholen als Vorbereitungsphase, Abschwung als Hauptphase, Durchschwung als Endphase |
| PGA of America | Vor dem Schwung die Routine und das Ansprechen, dann der Schwung mit Takeaway, Richtungswechsel, Abschwung, Treffmoment und Durchschwung bis zum Finish |
Die Vorbereitungsphase soll die Hauptphase optimal vorbereiten, in der Hauptphase wird die Aufgabe direkt gelöst, und die Endphase stabilisiert das am Schluss oft labile Gleichgewicht. Der Schwung soll nach der PGA of America in einer einzigen, fliessenden Bewegung geschehen. Dass der Abschwung schon beginnt, bevor der Schläger den höchsten Punkt erreicht, ist kein Fehler: Die PGA Deutschland schreibt, Ausholen und Abschwung gehen fliessend ineinander über.
Vor dem Schwung: Stand und Gleichgewicht
Nach der PGA of America stehen die Fussgelenke unter den Schultern, das Gewicht liegt gleichmässig zwischen Fersen und Ballen und gleichmässig auf beiden Füssen. Der Deutsche Golf Verband sagt es einfacher: Das Gewicht ruht mittig auf den Füssen, weder auf den Zehen noch auf den Fersen (DGV, fünf Technik-Tipps). Wie der Griff aussieht, steht in Golfgriff richtig halten, und wo der Ball im Stand liegt, in Ansprechposition im Golf.
Ausholen: die Zahlen im höchsten Punkt
Der Schwung beginnt mit dem Wegnehmen des Schlägers, dem Takeaway. Die PGA Deutschland nennt für den höchsten Punkt des Ausholens, der in der Fachsprache ToB für Top of Backswing heisst, einige Zahlen:
| Merkmal | Wert im höchsten Punkt |
|---|---|
| Drehung der Schultern | etwa 90 Grad |
| Drehung der Hüften | etwa 45 bis 50 Grad |
| rechte Hüfte | verschiebt sich etwa 5 Zentimeter nach rechts, noch bevor der Schläger die 90-Grad-Position überschritten hat |
| Kopf | bewegt sich etwa eine halbe Kopfbreite nach rechts |
| Hände | etwa über der rechten Schulter |
Die Angaben gelten für Rechtshänder, bei Linkshändern spiegeln sie sich. Der Unterschied zwischen Schultern und Hüften ist gewollt: Durch die Verwringung entsteht eine Vorspannung, deren Energie sich im Abschwung entlädt. Dabei ist die seitliche Bewegung vor der Drehung abgeschlossen, die PGA Deutschland nennt das Translation vor Rotation. Wer dafür beweglich sein will, findet Übungen in Golf-Fitness: Übungen und Rücken, Beweglichkeit und Aufwärmen.
Abschwung und Treffmoment
Der Abschwung startet idealerweise mit einer Vorwärtsbewegung des Unterkörpers, genauer mit einem Abdruck vom rechten Fuss. Sobald die Hüfte ihre grösste Beschleunigung erreicht hat und wieder abbremst, erreicht die Drehung des Oberkörpers ihr Maximum. Dann folgen die Arme und Hände und schliesslich der Schlägerkopf. So kommt es, dass im Treffmoment die Hände vor dem Ball sind (PGA Deutschland). Man kann sich die Kette merken: Füsse, Hüfte, Schultern, Arme, Schläger.
Der tiefste Punkt des Schwungs liegt nach dem Treffmoment. Der Ball wird also zuerst getroffen, und die Delle im Boden, das Divot, beginnt nach dem Ball und nicht davor (DGV). Warum Schläge fett oder dünn werden, zeigt Fette und dünne Schläge vermeiden an Zahlen.
Durchschwung und Finish
Der Schlägerkopf arbeitet rund um den Körper, nicht in einer geraden Linie, auch wenn die Zielrichtung gerade bleibt. Die Schlagfläche arbeitest du durch den Ball und lässt sie weiterdrehen: Nach dem Treffmoment soll die Handfläche vom Körper weg zeigen, nicht zum Himmel (DGV). Im Finish bremsen alle Körperteile und der Schläger nach und nach ab und kommen zum Stillstand. Der Kopf ist am Ende des Schwungs nach der PGA Deutschland genau über dem linken Bein.
Das Tempo: langsam, schnell, langsam
Die PGA of America beschreibt den Schwung als eine zusammenhängende, rhythmische Bewegung: weich zurück, Richtungswechsel am höchsten Punkt, dann stetig schneller bis zum Finish. Sie nennt das langsam, schnell, langsam. Der ganze Schwung dauert zwei bis drei Sekunden. Die PGA Deutschland gibt das Verhältnis an: Bei vielen erfolgreichen Spielern dauert das Ausholen dreimal so lang wie der Abschwung bis zum Treffmoment, also 3 zu 1.
Du kannst das zählen. Beim Ausholen zählst du in Gedanken eins, zwei, drei, beim Abschwung vier, und der Ball ist weg. Dauert dein Ausholen nicht länger als der Abschwung, ist das Verhältnis kleiner als 3 zu 1. Probier das 3-zu-1-Zählen zuerst ohne Ball, dann mit einem Wedge, dann mit dem Eisen 7.
Drei Übungen ohne Ball
Die PGA of America beschreibt in ihrem Heft Übungen, die du zu Hause machst:
| Übung | So geht sie | Was sie dir zeigt |
|---|---|---|
| Whoosh | Dreh den Schläger um, greif unterhalb des Kopfes und schwinge. Hör das Rauschen am tiefsten Punkt | Je lauter es rauscht, desto schneller dein Schwung, und es soll unten rauschen, nicht oben |
| Gras schneiden | Stell dir vor, du schneidest mit dem Schlägerkopf Gras und lässt den Schläger vor und zurück schwingen, ohne anzuhalten | den Rhythmus, die Arme schwingen den Schläger, der Körper dreht sich |
| Baseball-Schwung | Stell dich aufrecht hin und mach mehrere Schwünge wie beim Baseball, dann beug dich vor, bis du in der Golfposition bist, und wiederhole | wie sich Hand- und Armbewegung anfühlen sollen |
Die Anleitungen stammen aus First Swing. Weitere Übungen für Zuhause stehen in Golf üben zu Hause.
Mehr dazu: Golf Fokus beim Schwung.
Was ein Simulator zum Schwung sagt
Ein Simulator beurteilt nicht deine Haltung, sondern das Ergebnis: Schlägerkopfgeschwindigkeit, Angriffswinkel, Smash-Faktor, Abflugwinkel. Das ist die Zahl hinter dem Gefühl. Wie du sie liest, steht in Launch-Monitor-Zahlen verstehen. Dazu kommt das Video, mit dem du deinen Schwung ansiehst und ihn mit den Angaben oben vergleichst: Golfschwung filmen. Für den Driver zeigt Driver-Abschlag für Anfänger, welche Zahlen zählen, und die zehn ersten Dinge, die Anfänger beachten, stehen in Golf-Tipps für Anfänger.
Was ein Simulator nicht ersetzt, ist die Rückmeldung eines Menschen. 81 der 110 Indoor-Anlagen im Verzeichnis nennen Coaching. Die Seite Indoor-Golf-Training listet sie, die Seite Golfsimulator in der Nähe sortiert sie nach Abstand, die Karte zeigt sie nach Kanton, und die Preise einer Stunde stehen auf Golfsimulator-Preise. Für den ersten Besuch ist Golfsimulator für Anfänger der Anfang, und wie lange es bis zum ersten Platz dauert, steht in Wie lange dauert es, Golf zu lernen.
Häufige Fragen
Wie lange dauert ein Golfschwung?
Der ganze Schwung dauert nach der PGA of America zwei bis drei Sekunden, mit dem Rhythmus langsam, schnell, langsam. Nach der PGA Deutschland dauert das Ausholen bei vielen erfolgreichen Spielern dreimal so lang wie der Abschwung bis zum Treffmoment.
Wie weit drehen sich Schultern und Hüften im Schwung?
Im höchsten Punkt des Ausholens sind die Schultern nach der PGA Deutschland um etwa 90 Grad gedreht und die Hüften um etwa 45 bis 50 Grad. Die Verwringung zwischen beiden erzeugt eine Vorspannung, die sich im Abschwung entlädt.
Gibt es den einen richtigen Golfschwung?
Nein. Die PGA Deutschland schreibt, es gebe keine ideale Schwungbewegung, die Bewegungen seien individuell und den körperlichen Voraussetzungen angepasst. Die PGA of America sagt, du musst nur einen Grundschwung lernen, der für alle Schläger gilt.
Wo liegt der tiefste Punkt des Schwungs?
Nach dem Treffmoment, sagt der Deutsche Golf Verband. Der Ball wird zuerst getroffen, und das Divot beginnt nach dem Ball, nicht davor.
Wie übe ich den Schwung ohne Ball?
Mit drei Übungen der PGA of America: dem Whoosh, bei dem du den Schläger umdrehst und unten rauschen lässt, dem Gras-Schneiden ohne Anhalten und dem Baseball-Schwung, aus dem du dich in die Golfposition vorbeugst. Dazu kannst du das Tempo 3 zu 1 zählen.
Quellen
- PGA Deutschland: Lernunterlage Golftechnik (März 2019) (keine ideale Schwungbewegung, Phasen, Winkel im höchsten Punkt, Rhythmus 3 zu 1)
- PGA of America: First Swing, Golfer's Guide (ein Grundschwung, Phasen, Stand, 2 bis 3 Sekunden, Übungen)
- Deutscher Golf Verband: fünf Technik-Tipps für die ersten Schläge (Gewicht mittig, tiefster Punkt nach dem Treffmoment, Schlagfläche weiterdrehen)
- Swiss Golf Simulators: eigene Einträge (Anlagen mit Coaching, Stand Oktober 2026)