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18. September 2026 · 10 Min. Lesezeit

Golfbegriffe erklärt: von Par und Birdie bis Carry, Bay und Smash Factor, auf Deutsch, Englisch und in den Sprachen der Schweiz

Par, Birdie, Greenfee, Platzreife, Bay, Smash Factor: Golf hat ein eigenes Vokabular, halb Englisch, halb Golfdeutsch. Hier sind die Begriffe, die du wirklich hörst, in zwei, drei Sätzen erklärt, mit dem englischen Wort daneben und, wo es sie gibt, mit den Namen auf Französisch und Italienisch.

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Golfbegriffe sind zur Hälfte Englisch, und die deutsche Hälfte meint trotzdem etwas Genaues. Hier sind die Begriffe, die du wirklich brauchst, in zwei, drei Sätzen: fürs Zählen, auf dem Platz, für Schläge und Schläger, fürs Handicap, für die Schweiz und für den Simulator. Neben jedem Begriff steht das englische Wort, weil die Software im Simulator fast immer Englisch spricht. Wo die R&A einen Begriff definiert, steht ihre Definition, gekürzt; die ganze Liste mit über 70 Begriffen publiziert die R&A auch auf Deutsch, Französisch und Italienisch.

Golfbegriffe fürs Zählen: Par, Birdie, Bogey und alles unter Par

  • Par: die Sollzahl an Schlägen für ein Loch, je nach Länge Par 3, Par 4 oder Par 5. Im Stableford ist sie der fixed target score, wenn die Spielleitung nichts anderes festlegt (R&A, Regel 21.1b).
  • Birdie: ein Schlag unter Par auf einem Loch. Im Stableford gibt das 3 Punkte.
  • Eagle und Albatros (albatross): zwei und drei Schläge unter Par, 4 und 5 Punkte. Ein Albatros ist eine 2 auf einem Par 5.
  • Bogey, Double Bogey, Triple Bogey: ein, zwei und drei Schläge über Par. Ein Bogey gibt im Stableford 1 Punkt, alles darüber 0.
  • Hole-in-One (ace): mit dem ersten Schlag vom Abschlag im Loch.
  • Stableford: die Zählweise mit Punkten pro Loch statt Schlägen, von 0 bis 6 (R&A, Tabelle 21.1b). Zwei Punkte pro Loch sind 36 auf 18 Löchern, und 36 heisst, du hast genau dein Handicap gespielt. Eine ganze Karte rechnet der Beitrag Stableford und Scorekarte vor.
  • Zählspiel und Lochspiel (stroke play, match play): im Zählspiel zählen alle Schläge der Runde, im Lochspiel gewinnst du Loch für Loch gegen einen Gegner.

Auf dem Platz: Greenfee, Tee-Time, Bunker und Fore

  • Greenfee (green fee): die Gebühr für eine Runde auf einem Platz, in dem du nicht Mitglied bist. Was sie in der Schweiz kostet, steht in Was kostet Golf in der Schweiz.
  • Tee-Time (tee time): die gebuchte Startzeit auf dem ersten Abschlag.
  • Flight: die Gruppe, die zusammen startet; Golfdeutsch, auf Englisch group.
  • Abschlag (teeing area): das Rechteck, aus dem du ein Loch beginnst, zwei Schlägerlängen tief ab der Linie zwischen den beiden Markierungen (R&A-Definitionen). Das Tee ist der Stift, der den Ball anhebt.
  • Fairway und Rough: die kurz gemähte Bahn und das längere Gras daneben. Keines von beiden ist ein definierter Begriff der Regeln, beides gehört zur General Area, dem Rest des Platzes.
  • Grün (putting green): die fürs Putten präparierte Fläche mit dem Loch. Das Loch misst 108 mm im Durchmesser (R&A).
  • Bunker: eine eigens präparierte Sandfläche. Sand daneben ist kein Bunker.
  • Penalty Area (Strafgebiet, früher Wasserhindernis): jedes Gewässer auf dem Platz und jede Fläche, die die Spielleitung so markiert, gelb oder rot. Erleichterung daraus kostet einen Strafschlag.
  • Aus (out of bounds): alles ausserhalb der Platzgrenze. Du spielst von der alten Stelle weiter, mit einem Strafschlag, das heisst stroke and distance. Mehr dazu in Golfregeln für Anfänger.
  • Fore: der Ruf, wenn dein Ball in Richtung anderer Menschen fliegt. Laut und sofort. Mehr Etikette in Golf-Etikette und Dresscode.
  • Mulligan: ein wiederholter Schlag ohne Strafe. Er steht in keiner Regel, unter Freunden ist er üblich, im Turnier gibt es ihn nicht, im Simulator ist er ein Knopf.
  • Gimme: ein geschenkter Putt, so kurz, dass die Mitspieler ihn als gelocht zählen. Im Zählspiel musst du einlochen, im Simulator ist der Gimme eine Einstellung.

Die Schläge: Draw, Fade, Chip, Pitch und Socket

Die Namen der Schläge beschreiben, was der Ball tut, nicht, was du wolltest. Alles hier gilt für Rechtshänder, Linkshänder spiegeln.

  • Draw und Fade: ein Ball, der leicht nach links kurvt, und einer, der leicht nach rechts kurvt. Beide sind gewollt.
  • Hook und Slice: dieselben Kurven, nur stark und ungewollt. Wie du den Slice mit den Zahlen des Simulators korrigierst, steht in Slice korrigieren mit Zahlen, alle neun Ballflüge in Draw, Fade, Hook, Slice.
  • Chip und Pitch: der flache Schlag ans Grün, der mehr rollt als fliegt, und der höhere, der mehr fliegt als rollt. Wann welcher, sagt Chippen oder Pitchen.
  • Putt: der Schlag auf dem Grün. Der Ball rollt nur.
  • Socket (shank): der Ball trifft die Schaftseite des Schlägers und schiesst scharf nach rechts weg.
  • Fett und dünn (fat, thin): fett heisst Boden vor dem Ball, dünn heisst Ball mit der Kante. Woher beides kommt, steht in Fette und dünne Schläge vermeiden.

Die Schläger auf Englisch: Driver bis Wedge

  • Driver: der lange Schläger mit dem grossen Kopf, für den Abschlag vom Tee. Holz 1 hört man noch, auf dem Bildschirm steht Driver.
  • Fairwayholz (fairway wood): Holz 3 und Holz 5, für lange Schläge vom Boden oder vom Tee.
  • Eisen (irons): nummeriert von 3 bis 9. Je höher die Zahl, desto mehr Loft, also Neigung der Schlagfläche, und desto kürzer der Schlag. Wie weit welches Eisen fliegt, steht in der Schlägerdistanzen-Tabelle.
  • Wedges: die Eisen mit dem meisten Loft, fürs kurze Spiel: Pitching Wedge (PW), Gap Wedge (GW), Sand Wedge (SW), Lob Wedge (LW).
  • Bag: die Tasche, und die Regel dazu: höchstens 14 Schläger pro Runde (R&A, Regel 4.1b). Welche ein Anfänger wirklich braucht, steht in Golf-Anfänger-Set.

Das Handicap: Index, Course Handicap und Slope

  • Handicap Index: die Zahl für dein Spielniveau, je tiefer, desto besser. Nach der Platzreife startest du in der Schweiz mit 54 oder besser (Swiss Golf). Wie der Index berechnet wird, steht in Das Golf-Handicap erklärt.
  • Course Handicap: dein Index, umgerechnet auf den Platz und die Abschläge, die du heute spielst. Das ist die Zahl der Vorgabeschläge auf der Karte; Brutto minus diese Schläge ist dein Netto.
  • Slope Rating und Course Rating: die zwei Zahlen, die die Schwierigkeit eines Platzes beschreiben, das Course Rating für den Scratch-Spieler mit Handicap 0, der Slope für alle anderen.
  • Stroke Index: die Rangfolge der Löcher nach Schwierigkeit auf der Scorekarte. Sie sagt, auf welchen Löchern du deine Vorgabeschläge bekommst.
  • Netto-Doppelbogey (net double bogey): die Obergrenze pro Loch fürs Handicap, Par plus zwei plus deine Vorgabeschläge auf diesem Loch. Ein Katastrophenloch ruiniert die Runde, nicht den Index.

Die Schweiz: Platzreife, Lizenz, ASGI und GolfCard in vier Sprachen

Schweizer Golf spricht Deutsch, Französisch und Italienisch. Die Namen hier stammen aus dem Reglement von Swiss Golf, das in allen drei Sprachen erscheint.

  • Platzreife (PR): der Ausweis, den du in der Schweiz brauchst, um allein auf einen Platz zu dürfen. Auf Französisch Autorisation de Parcours (AP), auf Italienisch Autorizzazione di Percorso (AP). Die Prüfung: 40 Theoriefragen, 28 müssen richtig sein, dazu die Praxis auf der Übungsanlage und auf dem Platz, in der Regel mit einem Swiss PGA Pro. Fürs erste Handicap brauchst du danach 36 Stableford-Punkte über 18 Loch oder 18 über 9 (Swiss Golf, Reglement Platzreife). Wie du hinkommst, steht in Platzreife in der Schweiz.
  • Lizenz (licence, licenza): die Spielberechtigung von Swiss Golf, ohne die es kein offizielles Handicap gibt. Du bekommst sie über einen Club oder über eine der beiden Public Golf Organisationen, ASGI und Migros.
  • ASGI: die Association Suisse des Golfeurs Indépendants, der Verband für Golfer ohne Club. Er führt Lizenz und Handicap für seine Mitglieder.
  • Migros GolfCard: das Gegenstück bei Migros Golf, ebenfalls mit Lizenz und Handicap. Was beide kosten, steht in Golf ohne Platzreife und ohne Mitgliedschaft.
  • Driving Range und Übungsanlage: Driving Range heisst der Übungsplatz zum Abschlagen in allen drei Sprachen. Die ganze Übungsanlage mit Putting Green und Chipping Green heisst auf Französisch terrain d'entraînement, auf Italienisch campo pratica.
  • Loch, Schlag, Platz, Zähler: trou, coup, parcours, marqueur auf Französisch; buca, colpo, percorso, marcatore auf Italienisch.

Die wichtigsten davon nebeneinander, wie sie in den drei Landessprachen und auf Englisch heissen:

DeutschFranzösischItalienischEnglisch
PlatzreifeAutorisation de ParcoursAutorizzazione di Percorsocourse permit
Lizenzlicencelicenzalicence
Platzparcourspercorsocourse
Lochtroubucahole
Schlagcoupcolpostroke
Zählermarqueurmarcatoremarker
Übungsanlageterrain d'entraînementcampo praticapractice facility
Driving Rangedriving rangedriving rangedriving range

Mehr dazu: Golf-Abkürzungen erklärt, Hole in One, Wann wurde Golf erfunden?.

Im Simulator: Bay, Carry, Smash Factor und Auto-Putt

Im Simulator kommen Wörter dazu, die auf dem Platz niemand braucht. Sie stehen nach jedem Schlag auf dem Bildschirm, fast immer auf Englisch. 83 der 126 Anlagen im Verzeichnis nennen TrackMan als System, die Begriffe sind bei den anderen Systemen weitgehend dieselben.

  • Bay: die Box mit Matte, Leinwand und Messgerät, die du buchst. Der Stundenpreis gilt pro Bay, nicht pro Person; 80 der 110 Indoor-Anlagen publizieren einen, im Median CHF 50 (Verzeichnis).
  • Launch Monitor: das Messgerät, mit Radar oder mit Kameras. Den Unterschied erklärt Wie ein Golfsimulator den Ball misst.
  • Carry und Total: Carry ist die Distanz, die der Ball fliegt, bis er wieder auf der Höhe ist, von der er abgeschlagen wurde; Total ist Carry plus Rollen. Auf der PGA Tour fliegt der Driver im Schnitt 282 Yards, auf der LPGA Tour 223 (TrackMan).
  • Smash Factor: Ball Speed geteilt durch Club Speed, die Geschwindigkeit des Balls nach dem Treffen durch die des Schlägerkopfs davor, also wie viel Energie im Ball ankommt. Mit dem Driver ist nahe 1.50 das Ziel, die PGA Tour liegt bei 1.49, der Durchschnittsgolfer (Männer, Handicap 14.5) bei 1.44 (TrackMan).
  • Launch Angle, Spin Rate, Attack Angle: Abflugwinkel, Drehzahl, Angriffswinkel. Was normal ist, steht mit den Tour-Werten in Launch-Monitor-Zahlen verstehen.
  • Auto-Putt: die Einstellung, mit der die Software die Putts ab einer gewählten Distanz für dich locht. Zusammen mit dem Gimme erklärt sie, warum Simulator-Scores tiefer sind als Platz-Scores, siehe Simulator-Score vs. Platz-Score.
  • Tracked Range (Toptracer Range, TrackMan Range): eine Driving Range, auf der jeder Ball verfolgt und auf einem Bildschirm gezeigt wird. 16 davon stehen im Verzeichnis, als Driving Range, nicht als Indoor-Golf.

Die meisten dieser Wörter lernst du am schnellsten auf einem Bildschirm. Buche eine Stunde in einer der 110 Indoor-Anlagen, schlag zehn Bälle und lies die Zahlen mit dieser Liste daneben. Welche Anlage in deiner Nähe welches System hat, zeigt das Verzeichnis, die Systeme nebeneinander zeigt der Golfsimulator-Vergleich, und was sonst offen ist, beantworten die FAQ.

Häufige Fragen

Was bedeuten Birdie, Eagle und Bogey?

Birdie ist ein Schlag unter Par auf einem Loch, Eagle zwei unter Par, Bogey ein Schlag über Par. Im Stableford gibt das 3, 4 und 1 Punkt; ein Par gibt 2 Punkte, alles ab zwei über Par 0 (R&A, Regel 21.1b).

Wie heisst die Platzreife auf Französisch und Italienisch?

Autorisation de Parcours, kurz AP, und Autorizzazione di Percorso, ebenfalls AP. Das Reglement von Swiss Golf ist in allen drei Sprachen dasselbe: 40 Theoriefragen, 28 müssen richtig sein, dazu die Praxis auf der Übungsanlage und auf dem Platz. Fürs erste Handicap brauchst du danach 36 Stableford-Punkte über 18 Loch oder 18 über 9.

Was ist eine Bay im Golfsimulator?

Die Box, die du buchst: Matte, Leinwand, Launch Monitor und Software. 102 der 110 Indoor-Anlagen in der Schweiz geben ihre Bays an, zusammen 202. Der Stundenpreis gilt pro Bay, die sich meist bis zu vier Personen teilen, im Median CHF 50.

Was ruft man, wenn ein Ball auf jemanden zufliegt?

Fore. Laut, sofort und ohne Verlegenheit, sobald ein Ball Richtung Menschen fliegt, auch wenn es peinlich ist. Auf dem Platz ist das die einzige Warnung, die es gibt, und sie gehört zu den Punkten, die bei der Platzreife unter Sicherheit geprüft werden.

Was ist der Unterschied zwischen Chip und Pitch?

Ein Chip fliegt kurz und rollt lang, meist mit einem Eisen aus der Nähe des Grüns. Ein Pitch fliegt hoch und rollt wenig, mit einem Wedge aus 20 bis 80 Metern. Welchen wann, steht in Chippen oder Pitchen.

Quellen