Swiss Golf Simulators Alle Standorte Karte Nach Kanton Nach Stadt Jetzt offen In der Nähe Für Unternehmen

18. September 2026 · 10 Min. Lesezeit

Chippen oder Pitchen: der Unterschied, der richtige Schläger und die Distanzleiter, die du im Simulator eichst

Ein Chip rollt, ein Pitch fliegt, und die Wahl entscheidet über den nächsten Putt. Was die beiden Schläge unterscheidet, welcher Schläger zu welcher Lage passt und wie die Technik in fünf Sätzen aussieht. Dazu die Distanzleiter für 30, 50 und 70 Meter: zehn Bälle pro Schwunglänge in der Bay, der Median auf der Karte, die Tour als Referenz und nicht als Ziel.

Chippen oder Pitchen: der Unterschied, der richtige Schläger und die Distanzleiter, die du im Simulator eichst — Beitragsbild

Chippen oder Pitchen: Die Frage stellt sich neben jedem Grün, das du verfehlt hast, und die Antwort entscheidet oft über den nächsten Putt. Beide Schläge sind kurz, und trotzdem sind es zwei Bewegungen mit verschiedenen Schlägern. Hier steht, was sie unterscheidet, welcher Schläger zu welcher Lage passt und die Technik in fünf Sätzen. Danach das, was eine Range ohne Tracking nicht kann und eine Bay schon: die Distanzleiter für 30, 50 und 70 Meter, mit deinen eigenen Wedges gemessen.

Chippen oder Pitchen: Rollen oder Fliegen

Ein Chip rollt, ein Pitch fliegt. Das ist die kurze Antwort. Alison Curdt, PGA Master Professional, beschreibt den Chip bei der PGA of America als Bewegung mit einem Hebel: Die Schultern führen den Schläger, die Handgelenke bleiben still. Der Pitch hat zwei Hebel, den Rumpf und die Handgelenke: Der Ball liegt weiter vom Loch, und erst ein grösserer Bogen mit Drehung und Gewichtsverlagerung bringt ihn aufs Grün. Der Chip gehört nah ans Grün, der Pitch weiter weg.

Adam Smith, Golflehrer in Virginia, beschreibt es bei Golf.com von der anderen Seite. Der Chip ist ein Putt mit einem Schläger, der wenig Loft hat: Der Ball startet flach, hüpft und rollt zur Fahne. Der Pitch ist ein kleiner voller Schwung mit viel Loft: Der Ball fliegt hoch und landet weich. Seine Regel: Kannst du putten, putte. Kannst du nicht putten, chippe. Pitche nur, wenn du musst, über einen Bunker oder aus tiefem Rough, wo nur der Loft den Ball herausbringt. Die grössere Bewegung ist das grössere Risiko.

Welcher Schläger für welche Lage

Beim Chip bestimmt der Schläger das Verhältnis von Flug und Rollen. Die Übungen, die Swiss Golf für das Juniorentraining publiziert, zeigen das Prinzip: fünf Zonen in 4, 6, 8, 10 und 12 Metern, dazu Pitching Wedge, Eisen 9, 8, 7 und 6, ein Schläger pro Zone. Vorher rollt jeder Ball einmal von Hand über die Landezone ins Ziel. Adam Smith nimmt für den flachen Chip auch ein Eisen 7 oder ein Hybrid; für den Pitch nennt er das Sandwedge mit 54 Grad oder das Lobwedge mit 60 Grad. Die Swiss-Golf-Übung «Über die Mauer» spielt mit dem Sandwedge über ein 1 bis 2 Meter hohes Hindernis am Grünrand (Swiss Golf, Pitchen). Daraus folgt eine einfache Zuordnung:

Die LageSchlagSchlägerWas der Ball tut
Vorgrün, nichts im Weg, viel Grün bis zur FahneChipEisen 8 oder 7wenig Flug, viel Rollen
Wenig Grün, Fahne nah am RandChipPitching Wedgesetzt früher auf, rollt kürzer
Bunker oder Hindernis davor, oder tiefes RoughPitchSandwedge oder Lobwedgehoch und weich

Die Technik in fünf Sätzen: Ballposition, Gewicht, Handgelenk

Der Chip, nach Gia Liwski bei Golf.com und nach Adam Smith. Der Ball liegt in der Mitte des Stands, unter der Gürtelschnalle. Etwas mehr Gewicht steht auf dem vorderen Fuss, das hält die Beine ruhig. Du greifst den Schläger kürzer, und je kürzer der Schlag, desto schmaler der Stand. Die Handgelenke bleiben fest, und der Schlägerkopf bleibt zurück und durch nah am Boden, wie beim Putt. Die Sohle streift das Gras, dann triffst du den Ball in der Mitte der Schlagfläche.

Der Pitch, nach Adam Smith. Der Ball liegt in der Mitte des Stands, die Hände halten den Griff weich. Im Rückschwung winkeln die Handgelenke ab, bis Schaft und vorderer Arm einen rechten Winkel bilden. Der Körper dreht vom Ziel weg und wieder zum Ziel hin, das Gewicht wandert mit, nur in kleinem Rahmen, weil es ein halber Schwung ist. Der Schläger streift unter dem Ball durch das Gras. Das Finish ist hoch, und vor dem Ball wirst du nicht langsamer: Der Durchschwung hält das Tempo.

Die Mitte ist die Grundstellung. Legst du den Ball beim Chip nach vorn, Richtung Zielfuss, trifft die Schlagfläche mit mehr Loft: Der Ball fliegt etwas höher und bleibt früher liegen. Legst du ihn nach hinten, triffst du ihn stärker im Abwärtsschwung und mit weniger Loft: Der Ball rollt weiter. Liwski rät, das auf dem Übungsgrün mit einem Schläger durchzuspielen, dann mit dem nächsten, und zu schauen, wie weit der Ball nach der Landung rollt.

Die Distanzleiter: 30, 50, 70 Meter, im Simulator gemessen

Zwischen dem längsten Chip und dem vollen Pitching Wedge liegt der Bereich, in dem die meisten raten. Der volle Schwung hat eine Zahl auf der Karte, der Chip hat das Auge. Bei 30, 50 und 70 Metern fehlt beides. Swiss Golf übt diese Strecke: In der Übung «Zielscheibe» stehen fünf Abschläge in 10, 20, 30, 40 und 50 Metern und drei Kreise mit 1, 2 und 3 Metern Radius um das Loch, fünf Bälle pro Abschlag. In «Distanzkontrolle» landen die Bälle aus 5 bis 25 Metern zwischen zwei Bändern, die 5 Meter auseinanderliegen (Swiss Golf, Pitchen). Auf der Range ohne Tracking fehlt dafür die Zahl: Wo der Ball aus 60 Metern aufsetzt, siehst du nicht genau. In der Bay steht nach jedem Ball der Carry auf dem Bildschirm.

  1. Nimm deine eigenen Wedges mit. Ein Leihwedge kann einen anderen Loft haben.
  2. Schlag dich warm, ohne zu notieren.
  3. Nimm das Sandwedge und drei Schwunglängen: kurz, halb, dreiviertel. Zehn Bälle pro Länge im gleichen Tempo, und du notierst die zehn Carry-Werte.
  4. Ordne die zehn Werte der Grösse nach und nimm den Median, die Mitte zwischen dem fünften und dem sechsten Wert. Ein fetter und ein dünner Ball verschieben den Durchschnitt, den Median kaum.
  5. Schreib daneben den zweitkürzesten und den zweitlängsten Ball. Die Spanne sagt dir, wie gross dein Ziel sein muss.
  6. Das Gleiche mit dem Gap Wedge und dem Pitching Wedge. Von den neun Medianen liegen drei am nächsten bei 30, 50 und 70 Metern: Ihre Schwunglänge ist deine für diese Distanz.
  7. Schreib die Leiter zu deinen vollen Schlägern auf die Karte, wie sie der Beitrag Schlägerdistanzen beschreibt, und miss sie einmal pro Saison neu.

Als Referenz, nicht als Ziel: TrackMan publiziert die Durchschnitte beider Touren aus der Saison 2023 (TrackMan, Tour Averages). Das volle Pitching Wedge trägt auf der PGA Tour 130 Meter bei 84 mph Schlägerkopfgeschwindigkeit, auf der LPGA Tour 101 Meter bei 72 mph. Kürzere Wedges und halbe Schwünge stehen in der Tabelle nicht. Die Leiter beginnt unter deinem vollen Wedge, und wo das liegt, hängt von deiner Geschwindigkeit ab, nicht von der Tour. Wer die Leiter prüfen will, nimmt den TrackMan Combine Test, der in diesem Bereich beginnt.

Was der Launch Monitor beim Wedge zeigt: Launch und Spin

Zwei Zahlen erklären, warum ein Pitch liegen bleibt und ein Chip rollt: Abflugwinkel und Spin. Das volle Pitching Wedge der PGA Tour startet mit 23.7 Grad und 9'316 Umdrehungen pro Minute, steigt 29 Meter hoch und landet in einem Winkel von 52 Grad; auf der LPGA Tour sind es 25.2 Grad, 8'465 Umdrehungen, 25 Meter und 48 Grad (TrackMan). Vom Eisen 7 zum Pitching Wedge steigt der Abflugwinkel von 16.1 auf 23.7 Grad und der Spin von 7'124 auf 9'316 Umdrehungen. Mehr Loft heisst höher und mehr Spin: Darum bleibt der Pitch liegen, und darum rollt der Chip mit dem Eisen 7. Für die Leiter brauchst du nur den Carry. Die anderen Spalten brauchst du, wenn zwei Bälle mit dem gleichen Schwung weit auseinander landen: Was sie heissen, steht in Launch-Monitor-Zahlen verstehen, woher ein fetter oder dünner Treffer kommt, in Fette und dünne Schläge.

Was die Matte nicht ist: Rough, Hanglage, Sand

Die Matte in der Bay ist flach, trocken und immer gleich. Das macht die Leiter möglich, und das fehlt am Grün. Ein Ball im Rough, auf einem Hang oder im Sand verlangt zuerst eine Entscheidung, und die übt keine Matte. Swiss Golf legt in der Übung «Verschiedene Balllagen» Bälle in schwierige Lagen rund ums Grün und lässt die Spieler Lösungen suchen und begründen (Swiss Golf, Pitchen). Dazu kommt, was die Matte verzeiht: Ein Schlag hinter den Ball rutscht auf dem Kunstrasen weiter, auf Gras bleibt der Schläger stecken, wie Golf üben zu Hause beschreibt. Und das Rollen nach der Landung rechnet in der Bay die Software. Die Leiter gehört in die Bay. Die Lage, der Sand und das Grün gehören auf die Übungsanlage.

Mehr dazu: Wedges erklärt.

Zehn Minuten pro Stunde: der Platz des kurzen Spiels im Training

Eine Stunde in der Bay kostet an den Anlagen, die einen Preis publizieren, zwischen CHF 25 und CHF 99, im Median CHF 50, pro Bay, die sich meist bis zu vier Personen teilen (golfsimulators.ch, Verzeichnis). Die Leiter braucht beim ersten Mal die ganze Stunde, danach zehn Minuten am Schluss: ein Wedge, eine Schwunglänge, zehn Bälle, der neue Median neben dem alten. Weicht er um mehr als ein paar Meter ab, war der Tag anders oder der Schwung. Der Rest der Stunde gehört dem langen Spiel. Wer beim Chip oder Pitch nicht weiterkommt, holt sich die Zahlen mit einem Pro: 95 der 126 Anlagen im Verzeichnis bieten Coaching an, der Guide Indoor-Golf-Training listet sie.

Der nächste Schritt ist eine Stunde mit den drei Wedges und einem Zettel. Such dir im Verzeichnis eine Anlage in deiner Nähe und schlag die Leiter in der ersten Stunde durch. Den Chip und das Rollen übst du danach dort, wo Gras ist. Das Putten bleibt zu Hause: vier Übungen von Swiss Golf für die Puttingmatte.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Chippen und Pitchen?

Der Chip ist eine Bewegung mit einem Hebel: Die Schultern führen, die Handgelenke bleiben still, der Ball startet flach und rollt. Der Pitch hat zwei Hebel, Rumpf und Handgelenke, der Ball fliegt hoch und landet weich. Chippe, wenn du kannst, und pitche nur über ein Hindernis oder aus tiefem Rough.

Welcher Schläger zum Chippen?

Der Schläger bestimmt das Rollen. Swiss Golf lässt in seinen Übungen für das Juniorentraining mit Pitching Wedge, Eisen 9, 8, 7 und 6 auf Ziele in 4 bis 12 Metern chippen, ein Schläger pro Distanz. Für den flachen Chip geht auch ein Hybrid, für den Pitch das Sandwedge mit 54 Grad oder das Lobwedge mit 60 Grad.

Wie weit fliegt ein Pitching Wedge?

Auf der PGA Tour trägt das volle Pitching Wedge im Durchschnitt 130 Meter bei 84 mph Schlägerkopfgeschwindigkeit, auf der LPGA Tour 101 Meter bei 72 mph, nach den TrackMan-Durchschnitten der Saison 2023. Deine Zahl hängt von deiner Geschwindigkeit ab, und der halbe und der Dreiviertelschwung stehen in keiner Tabelle. Zehn Bälle pro Schwunglänge in einer Bay geben dir den Median.

Wie viele Wedges brauche ich?

Zwei genügen für den Anfang: ein Pitching Wedge, das ohnehin im Eisensatz steckt, und ein Sandwedge. Ein drittes lohnt sich erst, wenn du deine Distanzleiter kennst und zwischen zwei Wedges eine Lücke von mehr als 20 Metern klafft.

Kann ich Chippen und Pitchen im Simulator üben?

Die Distanzen ja, das Gefühl nur halb. Auf der Matte eichst du deine Schwunglängen und liest Carry und Spin nach jedem Ball ab. Was die Matte nicht liefert, sind Rough, Hanglagen und Sand, und genau die entscheiden auf dem Platz oft, welcher Schlag überhaupt möglich ist.

Quellen