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18. September 2026 · 9 Min. Lesezeit

Golf-Schnupperkurs in der Schweiz: was er kostet, was du mitbringst und die erste Stunde im Simulator als Alternative

Ein Schnupperkurs ist eine Kostprobe, keine Platzreife. Was er kostet, wo er gratis ist und was du mitbringst. Und die andere erste Stunde: eine Bay im Simulator mit Coach, an 81 von 110 Indoor-Anlagen, ohne Lizenz und das ganze Jahr.

Golf-Schnupperkurs in der Schweiz: was er kostet, was du mitbringst und die erste Stunde im Simulator als Alternative — Beitragsbild

Mit einem Golf-Schnupperkurs probierst du den Sport aus, bevor du Geld und Wochenenden hineinsteckst. Ein paar Stunden mit einem Pro, Schläger und Bälle sind da, und am Ende weisst du, ob dir das liegt. In der Schweiz gibt es ihn in drei Formen: bezahlt bei einem Club oder einer Golfschule, gratis an einem Open Door, und seit ein paar Jahren als Stunde im Simulator mit einem Coach. Welche zu dir passt, hängt davon ab, was du sehen willst und wann du Zeit hast.

Was ein Schnupperkurs ist und was nicht

Ein Schnupperkurs ist eine Kostprobe. Ein Pro zeigt dir den Griff, die Haltung und den Schwung, du schlägst Bälle auf der Range, puttest ein paar Löcher und siehst den Platz. Es gibt keine Prüfung, keine Note und keine Lizenz. Du darfst danach nicht allein auf einen Golfplatz. Dafür braucht es die Platzreife, einen eigenen Kurs mit Theorie und praktischer Prüfung; wie sie abläuft, steht in Platzreife in der Schweiz. Der Schnupperkurs ist der Schritt davor. Er beantwortet eine einzige Frage: ob du den Aufwand überhaupt willst.

Was ein Golf-Schnupperkurs kostet

Einen Preis für die ganze Schweiz gibt es nicht. Jeder Club und jede Golfschule setzt ihren eigenen. Ein publizierter Preis, der an sechs Orten gilt, ist der von Migros Golf: Der Schnupperkurs in den Migros Golfparks kostet CHF 90, alles inklusive. Dafür gibt es drei Lektionen mit zusammen 150 Minuten, die Ausrüstung wird gestellt, und der Kurs findet ab vier Personen statt. Auf dem Programm stehen die Grundlagen des Schwungs, ein Putting-Wettbewerb, eine geführte Platzbesichtigung und ein Apéro. Die sechs Golfparks sind Holzhäusern, Moossee, Oberkirch, Otelfingen, Signal de Bougy und Waldkirch.

Die Clubs machen ihre eigenen Schnupperkurse zu eigenen Preisen. Manche verlangen etwas, manche nichts, weil der Kurs ein Open Door von Swiss Golf ist. Der Preis steht auf der Website des Clubs, und dort steht auch, ob der Kurs an einem Nachmittag oder an drei Abenden läuft. Was nach dem Schnuppern auf dich zukommt, von der Platzreife bis zum Greenfee, rechnet Was kostet Golf in der Schweiz vor.

Open Doors: der Gratis-Tag der Clubs in Zahlen

Open Doors heisst das Programm, mit dem Swiss Golf seit 2021 die Schnupperkurse der Clubs unterstützt. Die Kurse sind kostenlos, ein qualifizierter Golflehrer oder eine qualifizierte Golflehrerin leitet sie, und du meldest dich direkt beim Club an. Swiss Golf unterstützt die Kurse finanziell und schenkt allen Teilnehmenden eine Kleinigkeit, so steht es auf der Seite zu den Schnupperkursen. Die Termine findest du im Turnierkalender von Swiss Golf über den Knopf Open Doors. Wie gross das Programm ist, zeigt der Jahresbericht 2025 von Swiss Golf auf Seite 30:

  • 42 Golfclubs, Pitch & Putts und Driving Ranges haben mitgemacht.
  • 139 Open Doors haben sie organisiert.
  • Gut 2'550 Interessierte haben teilgenommen.
  • Mehr als 310 Stunden haben die Swiss PGA Teaching Pros dafür unterrichtet.
  • Mehr als 200 Personen haben danach einen Platzreifekurs besucht.

Was du mitbringst: keine Schläger, keine Golfkleidung

Für einen Schnupperkurs brauchst du nichts, was du nicht schon hast. Schläger und Bälle stellt der Veranstalter. Migros Golf verlangt für seinen Kurs dem Wetter angepasste Kleidung und Sportschuhe, sonst nichts; als Voraussetzung nennt die Seite Interesse am Golfsport und keine Golferfahrung. Beim ASVZ in Zürich gehört in den Grundkursen ein Set mit fünf Schlägern dazu. Golfkleidung kaufst du, wenn du dabeibleibst, nicht vorher.

  • Kleidung: bequem und dem Wetter angepasst, du bist ein paar Stunden draussen.
  • Schuhe: Turnschuhe. Golfschuhe brauchst du nicht.
  • Schläger und Bälle: werden gestellt.
  • Handschuh: brauchst du am ersten Tag nicht.
  • Vorwissen: keines. Wer schon einmal gespielt hat, ist im falschen Kurs.

Für eine Stunde im Simulator ist die Liste noch kürzer; sie steht in Was du zur ersten Simulator-Stunde mitbringst.

Schnupperkurs in Zürich: Clubs, Golfpark und ASVZ

In Zürich hast du drei Türen. Die Clubs rund um die Stadt mit ihren Open Doors und eigenen Kursen, der Migros Golfpark Otelfingen mit dem Kurs für CHF 90, und für Studierende der ASVZ. Er bietet Schnuppertrainings und Einsteigerkurse an, im Sport Center Fluntern, im Golfpark Otelfingen oder im Golfsimulator in Dübendorf; der gedeckte Abschlagplatz in Fluntern steht von April bis Mitte November offen. Die Kurse leiten erfahrene Spielerinnen und Spieler, keine Pros. Für den Platzreifekurs im Golfpark Otelfingen erhalten Studierende mit ihrer Matrikelnummer CHF 350 Reduktion, und ASVZ-Mitglieder zahlen im Simulator 20 Prozent weniger. Für die erste Stunde indoor stehen im Kanton Zürich 29 Anlagen im Verzeichnis, so viele wie in keinem anderen Kanton. Wie viele Anlagen in Zürich, Bern, Basel und Luzern überhaupt erreichbar sind, steht in Golf lernen in Zürich, Bern, Basel und Luzern.

Die andere erste Stunde: eine Bay mit Coach

Der Schnupperkurs ist nicht der einzige Einstieg. Die zweite Möglichkeit ist eine Stunde im Golfsimulator mit einem Coach. 81 der 110 Indoor-Anlagen in der Schweiz bieten Coaching an, 87 nehmen Gruppenbuchungen. 80 Anlagen publizieren einen Stundenpreis: zwischen CHF 25 und CHF 99 pro Bay, im Median CHF 50. Die Bay teilen sich meist bis zu vier Personen. Die Zeit des Coachs kommt dazu, und was ein Pro verlangt, sagt jede Anlage selbst. Als Anhaltspunkt: Die Golfschule FIT4PAR in der Region Basel nennt für eine Einzel-Session von 50 Minuten CHF 160.

Was die Bay dem Schnupperkurs voraus hat, sind die Zahlen. Der Launch Monitor zeigt nach jedem Schlag, wie schnell der Ball weg ist, wie hoch er startet und in welche Richtung er dreht. Du siehst, dass der Ball nach rechts geht, weil die Schlagfläche offen war, und nicht, weil du Pech hattest. Was die Zahlen heissen, erklärt Launch-Monitor-Zahlen verstehen. Was der Bay fehlt, ist der Platz: kein Gras, kein Wind, kein Blick über das Fairway. Und du brauchst dafür weder Platzreife noch Lizenz noch Mitgliedschaft, das ist der Punkt von Golf ohne Platzreife.

  • Schnupperkurs: wenn du den Platz sehen willst, gern in einer Gruppe lernst und ein fester Termin passt. Draussen, in der Saison, ein paar Stunden.
  • Bay mit Coach: wenn du allein oder zu zweit kommst, einen Termin nach der Arbeit willst und wissen möchtest, was dein Ball tut. Indoor, das ganze Jahr, eine Stunde.
  • Bay ohne Coach: wenn du einfach einmal schlagen willst. Zu viert kostet die Stunde im Median CHF 50 pro Bay, also CHF 12.50 pro Person, und niemand schaut zu.

Schnupperkurs im Winter: wo er indoor läuft

Open Doors und die Kurse der Golfparks laufen in der Saison, wenn der Platz offen ist. Im November ist draussen Schluss; was dann noch geht, steht in Golf im Winter in der Schweiz. Wer im Dezember anfangen will, geht indoor. Eine Einsteigerlektion im Simulator ist dieselbe Sache wie ein Schnupperkurs, nur ohne Platzbesichtigung und ohne Wetter: Griff, Haltung, Schwung, ein paar Dutzend Bälle, und der Coach sieht auf dem Bildschirm, was du machst. Anlagen mit Coaching findest du im Guide Indoor-Golf-Training, und wer gerade offen hat, unter Jetzt offen.

Mehr dazu: Was eine Golfstunde kostet und Platzreifekurse im Preisvergleich, Golfschläger mieten in der Schweiz, Indoor Golf Probestunde und Schnupperstunde.

Was danach kommt: Platzreife oder erst einmal spielen

Nach dem Schnupperkurs gibt es zwei ehrliche Antworten. Die eine: Es hat Spass gemacht, aber nicht genug für den Aufwand. Dann ist der Simulator dein Golf, eine Stunde ab und zu, ohne Lizenz und ohne Kurs. Die andere: Du willst auf den Platz. Dann kommt die Platzreife Wie lange das dauert, steht in Wie lange es dauert, Golf zu lernen., also die Theorie, Lektionen beim Pro und die Prüfung. FIT4PAR rechnet mit fünf bis fünfzehn Lektionen, je nachdem, wo du anfängst und wie oft du dazwischen übst. Wie die Prüfung abläuft, steht im Beitrag zur Platzreife, und den Schwung dafür kannst du im Winter im Simulator bauen. Von den gut 2'550 Personen an den Open Doors 2025 sind laut Jahresbericht mehr als 200 diesen Weg gegangen. Die anderen haben trotzdem etwas bekommen: eine Antwort.

Der nächste Schritt ist ein Datum. Such im Kalender von Swiss Golf ein Open Door in deiner Region, oder frag den Club in deiner Nähe nach seinem Schnupperkurs. Wenn kein Termin passt oder es Winter ist, buch eine Stunde mit Coach: Golfsimulator in der Nähe zeigt die Anlagen um dich herum, Standorte alle 126 in der Schweiz. Was du für die erste Stunde dort wissen musst, steht im Guide für Anfänger.

Häufige Fragen

Was kostet ein Golf-Schnupperkurs?

Bei Migros Golf CHF 90 für drei Lektionen mit zusammen 150 Minuten, Ausrüstung inklusive. Die Clubs setzen eigene Preise, und die Open Doors von Swiss Golf sind gratis; 2025 gab es 139 davon bei 42 Golfclubs, Pitch-and-Putt-Anlagen und Driving Ranges.

Was kostet eine Golfstunde beim Pro?

Das legt jeder Pro selbst fest. Die Golfschule FIT4PAR in der Region Basel nennt CHF 160 für eine Einzel-Session von 50 Minuten. Im Simulator kommt die Bay dazu, im Median CHF 50 pro Stunde, die sich bis zu vier Personen teilen.

Kann ich Golf auch im Simulator ausprobieren?

Ja. 81 der 110 Indoor-Anlagen in der Schweiz bieten Coaching an, ohne Platzreife, Lizenz oder Mitgliedschaft. Die Stunde kostet pro Bay zwischen CHF 25 und 99, dazu die Zeit des Coachs, und sie geht auch im Winter.

Was ist Open Doors bei Swiss Golf?

Der Tag, an dem Clubs, Pitch-&-Putt-Anlagen und Driving Ranges kostenlos öffnen. 42 Anlagen haben mitgemacht und 139 Open Doors organisiert, gut 2'550 Interessierte kamen, und die Swiss PGA Teaching Pros haben dabei mehr als 310 Stunden Unterricht gegeben.

Was bringe ich zu einem Schnupperkurs mit?

Bequeme Kleidung für ein paar Stunden draussen und Turnschuhe. Schläger und Bälle stellt die Anlage, Golfschuhe brauchst du nicht, und einen Handschuh am ersten Tag auch nicht. Alles, was man sonst kaufen würde, kommt später oder gar nicht.

Quellen

  • Migros Golf: Schnupperkurs (CHF 90 alles inklusive, 3 Lektionen (150 Minuten), ab 4 Personen, Ausrüstung wird gestellt; Stand 18. September 2026)
  • Swiss Golf: Jahresbericht 2025 (PDF) (Seite 30: 42 Clubs, Pitch&Putts und Driving Ranges, 139 Open Doors, gut 2'550 Interessierte, mehr als 310 Stunden, mehr als 200 danach in einem Platzreifekurs)
  • Swiss Golf: Schnupperkurse (Open Doors) (kostenlos, qualifizierte Golflehrperson, Anmeldung beim Club, finanzielle Unterstützung und ein kleines Geschenk, Programm seit 2021; die Seite nennt 2'545 Teilnehmende 2025, der Jahresbericht gut 2'550)
  • Swiss Golf: Turnierkalender mit Filter Open Doors (Termine der Open Doors über den Knopf Open Doors)
  • FIT4PAR: Platzreife (Golfschule in Lausen BL, Unterricht in der Region Basel und in Luzern; CHF 160 für eine Einzel-Session von 50 Minuten, fünf bis fünfzehn Lektionen; Stand 18. September 2026)
  • ASVZ: Golf (Schnuppertrainings und Einsteigerkurse in Fluntern, Otelfingen oder im Simulator Dübendorf, gedeckter Abschlagplatz April bis Mitte November, 5er-Set in den Basis-Kursen, CHF 350 Reduktion für Studierende auf den Platzreifekurs im Golfpark Otelfingen, 20 Prozent im Simulator; Stand 18. September 2026)
  • golfsimulators.ch, Verzeichnis am 18. September 2026 (126 publizierte Anlagen)