26. September 2026 · 7 Min. Lesezeit
Golf lernen in Zürich, Bern, Basel und Luzern: wo der erste Schläger in der Hand liegt
Die Anlagen mit Simulator stehen dort, wo die Leute wohnen. Die vier grössten Deutschschweizer Städte in Zahlen, drei Wege für den Anfang und was in der ersten Stunde passiert.

Golf lernen ist in der Stadt einfacher als auf dem Land, und zwar aus einem Grund, der nichts mit Golfplätzen zu tun hat: Die Anlagen mit Simulator stehen dort, wo die Leute wohnen. In Zürich sind es 21 im Umkreis von 15 Kilometern, in Luzern sieben, in Basel fünf, in Bern drei. Hier steht, wo der erste Schläger in die Hand kommt und was danach folgt.
Die vier Städte in Zahlen
| Stadt | Anlagen bis 15 km | davon Indoor | mit Coaching | bis 25 km |
|---|---|---|---|---|
| Zürich | 21 | 19 | 12 | 33 |
| Luzern | 7 | 5 | 6 | 11 |
| Basel | 5 | 5 | 5 | 6 |
| Bern | 3 | 3 | 2 | 5 |
Gezählt sind die publizierten Einträge im Verzeichnis am 26. September 2026, gemessen ab dem Stadtzentrum. Die Spalte Coaching ist die wichtigste für den Anfang: Dort arbeitet jemand, der dir in der ersten Stunde den Griff zeigt, statt dich mit einem Leihschläger allein vor eine Leinwand zu stellen.
Zürich: die Auswahl ist das Thema
Mit 21 Anlagen im Umkreis von 15 Kilometern und 33 bis 25 Kilometern hat Zürich mehr Indoor-Golf als jede andere Schweizer Region, und der Kanton stellt mit 29 von 126 Anlagen den grössten Anteil im Land. Das ändert die Frage: Nicht ob, sondern welche.
Für die erste Stunde zählen drei Dinge. Ob die Anlage Coaching anbietet, zwölf tun es. Ob sie Leihschläger hat, weil du am ersten Abend keine kaufen willst. Und ob du zu zweit oder zu viert kommst, weil der Preis der Bay gilt und nicht der Person. Alle Einträge mit Adresse, System und Preis stehen auf der Stadtseite Zürich.
Basel: fünf Anlagen, alle mit Coaching
Basel ist klein und dicht: Fünf Anlagen im Umkreis von 15 Kilometern, und alle fünf bieten Coaching an. Für den Einstieg ist das die beste Quote des Landes, weil du dich nicht zwischen Gerät und Betreuung entscheiden musst.
Was in der Stadt fehlt, ist die Auswahl an Plätzen für den nächsten Schritt; die liegen im Baselbiet und im nahen Ausland. Für den Winter spielt das keine Rolle, denn dann ist ohnehin die Bay der Ort, an dem etwas passiert. Die Einträge stehen auf der Stadtseite Basel.
Bern: drei Anlagen, dafür kurze Wege
Bern hat im Umkreis von 15 Kilometern drei Anlagen, im Umkreis von 25 Kilometern fünf, und zwei davon bieten Coaching an. Das ist weniger als in Zürich, aber für eine Stunde pro Woche reicht eine einzige Anlage, solange sie erreichbar ist.
Praktisch heisst das: Wer in Bern anfängt, ruft vorher an. Bei drei Anlagen sind die Abende im Januar schneller ausgebucht als in einer Stadt mit zwanzig. Die Adressen stehen auf der Stadtseite Bern, die Kantonsübersicht mit allen neun Berner Anlagen auf der Kantonsseite.
Luzern: sieben Anlagen, sechs mit Coaching
Luzern liegt zwischen den beiden Extremen: sieben Anlagen bis 15 Kilometer, elf bis 25, sechs davon mit Coaching. Dazu kommt, dass im Kanton Luzern zwei der 16 Driving Ranges mit Ballflug-Tracking stehen, also die Variante mit echtem Ballflug und Zahlen auf dem Bildschirm.
Wer in Luzern lernt, hat damit beides in Reichweite: die Bay für den Winter und die getrackte Range für den Sommer. Was die zwei unterscheidet, steht in Simulator oder Driving Range, die Einträge auf der Stadtseite Luzern.
Drei Wege, in einer Stadt anzufangen
| Weg | Was es kostet | Für wen |
|---|---|---|
| Eine Stunde in der Bay, zu zweit | im Median CHF 50 pro Bay | wer wissen will, ob es Spass macht |
| Bay mit Pro, 50 Minuten | rund CHF 120 für die Lektion, dazu die Bay | wer es richtig lernen will |
| Schnupperkurs im Club | je nach Anbieter, oft in der Gruppe | wer den Platz sehen will |
Die Lektionspreise stammen von der Migros Golf Academy, die CHF 65 für 25 Minuten und CHF 120 für 50 Minuten publiziert. Die Stundenpreise der Anlagen stehen auf der Preisübersicht, in der Formulierung des Betreibers. Was ein Schnupperkurs beinhaltet, steht in Golf-Schnupperkurs in der Schweiz.
Mit dem Tram oder mit dem Auto
Der Unterschied zwischen einer Anlage in der Stadt und einer am Rand ist selten der Preis, sondern der Weg. Innerstädtische Bays liegen meist an einer Tramlinie und haben keinen Parkplatz; die Anlagen im Umkreis von fünfzehn bis fünfundzwanzig Kilometern liegen in Gewerbezonen, haben Platz vor der Tür und oft mehr Abschlagplätze.
Für eine Stunde nach der Arbeit gewinnt fast immer die Anlage am Weg. Die Karte zeigt jede mit der Distanz in Kilometern, und die Standortseite nennt Adresse und Öffnungszeiten. Wer zu viert kommt, fährt ohnehin mit einem Auto und sucht die Anlage mit zwei Bays.
Wann die Abende frei sind
Von November bis Februar sind die Abende zwischen 18 und 21 Uhr die gefragteste Zeit des Jahres, in Zürich wie in Bern. Wer spontan spielen will, geht an einem Nachmittag oder am frühen Abend unter der Woche; wer den Freitagabend will, bucht eine Woche vorher.
Einzelne Anlagen sind mit einem Zugangscode rund um die Uhr zugänglich, was für frühe Morgen und späte Abende die Lösung ist. Welche das sind, steht auf der jeweiligen Standortseite, und wer gerade jetzt eine offene Anlage sucht, findet sie unter Jetzt offen.
Was die vier Städte nicht haben
Einen Golfplatz im Stadtgebiet. Die Plätze liegen ausserhalb, und das ist der Grund, warum der Einstieg in der Stadt indoor stattfindet und erst der zweite Schritt hinausführt. Für die Platzreife brauchst du am Ende beides: die Übungsanlage mit Bunker und Putting-Grün, und einen Platz, auf dem geprüft wird.
Das ist kein Nachteil, sondern eine Reihenfolge. Der Schwung entsteht in der Bay, das Spiel auf dem Platz. Wer im Winter das eine und im Frühling das andere macht, spart sich ein Jahr.
Was in der ersten Stunde passiert
Du bekommst einen Schläger, meist ein Eisen 7, und lernst Griff und Stand. Danach schlägst du Bälle, und auf dem Bildschirm steht nach jedem, wie weit er geflogen ist und wohin. Mehr ist es nicht, und mehr braucht es auch nicht: Der erste Abend entscheidet nur, ob ein zweiter folgt.
Was du mitbringst: Turnschuhe mit sauberer Sohle und bequeme Kleidung. Was du nicht brauchst: Golfschuhe, Handschuh, eigene Schläger, Platzreife, Lizenz. Fast alle Anlagen leihen ein Set, und keine verlangt einen Nachweis.
Mehr dazu: Was eine Golfstunde kostet und Platzreifekurse im Preisvergleich, Indoor Golf auf Englisch, Französisch oder Italienisch, Indoor Golf.
Nach der ersten Stunde
Wenn es gefällt, ist der nächste Schritt kein Kauf, sondern ein Rhythmus: eine Stunde pro Woche, ein Thema pro Abend, alle zwei Wochen eine Lektion. Wer das über einen Winter durchhält, steht im Frühling mit einem Schwung auf dem Platz, den er im November nicht hatte. Der Fahrplan dazu steht in Wie lange es dauert, Golf zu lernen.
Auf den Platz führt danach die Platzreife: 40 Theoriefragen, von denen 28 richtig sein müssen, ein Teil auf der Übungsanlage und einer auf dem Platz (Swiss Golf). Danach kommt die Lizenz über einen Club, die ASGI oder die Migros GolfCard. Beides ist in Platzreife in der Schweiz und Die Golflizenz in der Schweiz beschrieben.
Und wer nicht in einer der vier Städte wohnt: Die Karte zeigt alle 126 Anlagen mit dem Weg in Kilometern, und die Kantonsübersicht listet sie nach Kanton.
Und eine Zahl, die für alle vier Städte gilt: In keiner davon brauchst du für den Anfang mehr als eine Stunde Zeit und einen Termin. Alles Weitere entscheidest du danach.
Häufige Fragen
Wo kann ich in Zürich Golf lernen?
Im Umkreis von 15 Kilometern um Zürich stehen 21 Anlagen, 19 davon indoor und zwölf mit Coaching; bis 25 Kilometer sind es 33. Für die erste Stunde brauchst du weder Platzreife noch eigene Schläger, und der Preis gilt der Bay, nicht der Person.
Was kostet eine erste Golfstunde in der Stadt?
Eine Bay kostet im Median CHF 50 pro Stunde, geteilt durch bis zu vier Personen. Eine Privatlektion bei einem Pro kostet bei der Migros Golf Academy CHF 65 für 25 Minuten und CHF 120 für 50 Minuten, dazu kommt die Bay.
Brauche ich für die erste Stunde eigene Schläger?
Nein. Fast alle Anlagen leihen ein Set, und ein Halbsatz, den du vor der ersten Lektion kaufst, passt selten zu dem Schwung, den du danach hast. Turnschuhe mit sauberer Sohle genügen, Golfschuhe sind indoor ohnehin meist nicht erlaubt.
In welcher Stadt gibt es am meisten Indoor-Golf?
In Zürich. Der Kanton stellt 29 der 126 publizierten Anlagen, und im Umkreis von 15 Kilometern um die Stadt liegen 21. Danach folgen Luzern mit sieben, Basel mit fünf und Bern mit drei Anlagen in diesem Umkreis.
Was kommt nach der ersten Stunde?
Ein Rhythmus: eine Stunde pro Woche mit einem Thema, alle zwei Wochen eine Lektion. Wer auf den Platz will, macht danach die Platzreife mit 40 Theoriefragen und einem praktischen Teil und löst eine Lizenz über einen Club, die ASGI oder die Migros GolfCard.
Quellen
- golfsimulators.ch: alle Standorte (Anlagen und Coaching, gezählt am 26. September 2026)
- Migros Golf Academy: Privatlektion
- Swiss Golf: Reglement Platzreife (PDF)