2. Oktober 2026 · 9 Min. Lesezeit
Fairwayholz und Hybrid richtig schlagen: Ballposition, Angriffswinkel und Tee, mit einem Test
Das Fairwayholz wird gefegt, der Hybrid wie ein Eisen gespielt, und beide laufen auf der Tour leicht nach unten: die Ballposition, die TrackMan-Zahlen und ein Test mit zehn Bällen.

Ein Fairwayholz spielst du vom Boden mit einem flachen, fegenden Schwung, und der Ball liegt für Rechtshänder knapp innerhalb der linken Ferse. Einen Hybrid schlägst du wie ein langes Eisen: gleiche Ballposition wie beim langen Eisen, Eisenschwung, kleiner Divot nach dem Ball. Beide treffen den Ball leicht von oben, nur weniger steil als ein Eisen. TrackMan misst auf der PGA Tour (Tabelle von 2019) beim Holz 3 minus 2,9 Grad, beim Hybrid minus 3,5 Grad und beim Eisen 7 minus 4,3 Grad. Ich habe die Quellen am 2. Oktober 2026 gelesen. Am Ende steht ein Test mit zehn Bällen für die Bay.
Fairwayholz oder Hybrid: zwei Schwünge, nicht einer
Die Anleitungen trennen die beiden Schläger klar. Das Magazin Golf Monthly schreibt, ein Hybrid sehe zwar aus wie ein kleines Holz, du stellst dich aber an den Ball wie bei einem langen Eisen, machst einen Eisenschwung und nimmst einen kleinen Divot nach dem Ball (Golf Monthly). Das Fairwayholz dagegen soll den Ball vom Rasen fegen. Der PGA-Coach Brendon Elliott schreibt, Fairwayhölzer seien dafür gebaut, anders als das Eisen, bei dem nach dem Ball ein Divot entstehen kann (PGA.com). Der Unterschied liegt also im Schwung: Das Holz wird gefegt, der Hybrid wie ein Eisen gespielt.
Welcher der beiden in deinen Bag gehört, klärt Eisen oder Hybrid. Welche Nummer welchen Loft hat, steht in Schlägerarten und Nummern erklärt. Hier geht es nur um den Schlag.
Welchen Angriffswinkel haben Holz 3 und Hybrid?
Der Angriffswinkel ist die Richtung, in der sich der Schlägerkopf im Moment der stärksten Kompression nach oben oder unten bewegt (TrackMan). Die PGA Deutschland nennt ihn Eintreffwinkel: Kommt der Schläger von oben, ist das Vorzeichen negativ und der Winkel steil, der Schläger trifft den Ball also in der Abwärtsbewegung (PGA Deutschland). TrackMan schreibt, Schläge vom Boden, nicht vom Tee, sollen einen negativen Angriffswinkel haben, damit die Flugbahn stimmt. Für Holz 3 und Hybrid heisst das: leicht nach unten, aber weniger steil als beim Eisen. Die Tabelle zeigt den Durchschnitt der PGA Tour aus dem TrackMan-Blatt von 2019 (TrackMan, PGA Tour Averages):
| Schläger | Schlägerkopf in mph | Angriffswinkel | Spin in U/min |
|---|---|---|---|
| Driver | 113 | minus 1,3 Grad | 2'686 |
| Holz 3 | 107 | minus 2,9 Grad | 3'655 |
| Holz 5 | 103 | minus 3,3 Grad | 4'350 |
| Hybrid (15 bis 18 Grad) | 100 | minus 3,5 Grad | 4'437 |
| Eisen 5 | 94 | minus 3,7 Grad | 5'361 |
| Eisen 7 | 90 | minus 4,3 Grad | 7'097 |
Zwei Dinge fallen auf. Der Angriffswinkel wird von Schläger zu Schläger steiler, und der Spin steigt schon vom Driver zum Holz 3 von 2'686 auf 3'655 Umdrehungen pro Minute. Die LPGA Tour schwingt langsamer und trifft das Holz 3 mit 90 mph Schlägerkopf und minus 0,9 Grad, das Holz 5 mit minus 1,8 Grad und das Eisen 7 mit minus 2,3 Grad. Den Driver trifft sie mit plus 3,0 Grad (TrackMan, LPGA Tour Averages). Auch dort läuft der Schläger beim Holz 3 also leicht nach unten. Fegen heisst nicht aufwärts schlagen.
Die Tabelle ist älter, und die Werte ändern sich. Für den Driver nennt TrackMan heute minus 0,9 Grad statt minus 1,3 Grad (TrackMan). Nimm sie als Grössenordnung, nicht als Ziel.
Wohin gehört der Ball beim Fairwayholz und beim Hybrid?
Beim Fairwayholz liegt der Ball für Rechtshänder knapp innerhalb der linken Ferse. Das hilft nach Golf Monthly, den flachen Angriffswinkel zu bekommen, mit dem du den Ball von der Oberkante des Rasens fegst. Die PGA-Anleitung sagt dasselbe und fügt an, diese Position fördere einen leicht absteigenden Schlag. Linkshänder spiegeln das. Beim Hybrid liegt der Ball dort, wo er beim langen Eisen liegt. Wie diese Position im Einzelnen aussieht, zeigt Ansprechposition im Golf.
Dazu kommen zwei Kniffe aus Golf Monthly. Beim Fairwayholz greifst du zwei bis drei Zentimeter tiefer am Griff, der Ball kommt dem Körper dadurch ein Stück näher, und du hast mehr Kontrolle. Und du kannst dir den Schlag unterhalb des Äquators des Balls vorstellen: Du konzentrierst dich auf eine Stelle tief am Ball, ohne viel Divot zu nehmen. Das flacht den Angriffswinkel ab, ohne dass du an der Technik rechnen musst.
Wie schlage ich Fairwayholz und Hybrid vom Boden?
Beim Fairwayholz soll der Schläger den Rasen streifen, aber keinen richtigen Divot nehmen, wie du ihn beim Eisen bekommst (Golf Monthly). Wichtiger als die Technik ist, den Ball nicht in die Luft helfen zu wollen. Elliott rät, dem Loft zu vertrauen und den Ball nicht durch Schöpfen oder Flippen der Handgelenke anzuheben (PGA.com). Die Höhe kommt vom Schläger.
Beim Hybrid ist es anders: Du schwingst wie mit dem Eisen und nimmst einen kleinen Divot nach dem Ball. Liegt der Ball in schwerem Gras, empfiehlt Golf Monthly, den Stand etwas zu öffnen und entlang der Fusslinie zu schwingen. Das ergibt den steileren Winkel, den du brauchst, um den Ball aus dem Rough zu holen. Warum Tiefpunkt und Treffer zusammenhängen, steht in Fette Schläge vermeiden.
Warum fliegt mein Hybrid manchmal stark nach links?
Ein möglicher Grund ist ein Socket. Die PGA Deutschland beschreibt ihn so: Wird der Ball mit der Innenseite des Hosels getroffen, fliegt er stark nach links, und dieser Schlag taucht häufig bei Hölzern oder Hybriden auf, weil sie in der Regel kein Offset und deshalb kein vorgelagertes Hosel haben (PGA Deutschland). Der Ball trifft dann nicht die Schlagfläche, sondern den Anschluss zum Schaft. Prüf deshalb deinen Abstand zum Ball. Golf Monthly empfiehlt dafür, den Schläger mit dem Griffende bei den Fersen hinzulegen und aus den Hüften zu beugen, bis der Rücken leicht geneigt ist. Als häufige Ursache schlechter Treffer mit dem Fairwayholz nennt dieselbe Quelle einen zu festen Griff.
Wie spiele ich Holz 3 und Hybrid vom Tee?
Am Abschlag hast du die Wahl: Der Ball darf auf einem Tee im oder auf dem Boden liegen oder auf dem Boden selbst (Regel 6.2b, R&A). Für das Holz 3 nennt eine Umfrage des Magazins Golf unter den 100 besten Golflehrern etwa 0,5 Zoll Teehöhe, rund 13 Millimeter, für das Eisen etwa 0,25 Zoll (golf.com). Der Driver steht mit etwa 1,5 Zoll deutlich höher, wie Driver-Abschlag für Anfänger zeigt.
Vom Tee darf der Schwung etwas flacher sein. Golf Monthly schreibt, dass du das Fairwayholz am Tee in der Regel etwas mehr von unten treffen willst als vom Boden. Eine eigene Zahl für den Hybrid nennt die Umfrage nicht. Weil du ihn wie ein Eisen spielst, ist die Eisenhöhe ein möglicher Start. Das ist eine Annahme, und du prüfst sie im Test unten. Das gilt auch, wenn du das Holz 3 als Anfängerin oder Anfänger zum ersten Mal in die Hand nimmst: Tee und Boden sind beide erlaubt, und der Test zeigt dir, was bei dir besser läuft.
Der Test in der Bay: zehn Bälle, drei Zahlen
Die Zahlen oben gehören der Tour, nicht dir. Deine eigenen misst du in einer Stunde in der Bay, wenn das System den Angriffswinkel zeigt. Im Verzeichnis nennen 78 der 110 Indoor-Anlagen TrackMan als System (Stand 2. Oktober 2026, eigene Einträge). Der Ablauf: zehn Bälle mit dem Holz 3 vom Boden, zehn mit dem Hybrid und, wenn du magst, zehn mit dem Holz 3 vom Tee. Notiere nach jeder Serie den Median von Angriffswinkel, Spin und Carry, also den mittleren Wert und nicht den besten. Wie das geht, steht in Schlägerdistanzen-Tabelle.
Dann vergleichst du. Liegt dein Holz 3 steiler als dein Hybrid, obwohl es auf der PGA Tour umgekehrt ist, spielst du es wie ein Eisen: Probier den Ball weiter vorn, Richtung linke Ferse. Was die einzelnen Werte bedeuten, erklärt Launch-Monitor-Zahlen verstehen. Wackelt schon der Grundschwung, fang bei Golfschwung für Anfänger an.
Was das für dich heisst
| Situation | Ball | Schwung |
|---|---|---|
| Fairwayholz vom Boden | knapp innerhalb der linken Ferse | flach fegen, kaum Divot |
| Hybrid vom Boden | wie beim langen Eisen | Eisenschwung, kleiner Divot nach dem Ball |
| Hybrid in schwerem Gras | wie beim Hybrid, Stand etwas offen | entlang der Fusslinie, steilerer Winkel |
| Fairwayholz vom Tee | auf dem Tee, etwa 0,5 Zoll hoch | etwas mehr von unten treffen |
Drei Dinge nimmst du mit. Das Fairwayholz fegst du, den Hybrid spielst du wie ein Eisen, und beide laufen auf der Tour leicht nach unten. Die Ballposition ist die erste Schraube, bevor du am Schwung drehst. Und was bei dir stimmt, zeigt der Angriffswinkel in der Bay, nicht die Tabelle.
Wo du das üben kannst
81 der 110 Indoor-Anlagen im Verzeichnis bieten Coaching an (Stand 2. Oktober 2026, eigene Einträge). Du findest sie unter Indoor-Golf-Training. Für den ersten Besuch ist Golfsimulator für Anfänger der Einstieg, die Karte zeigt alle Anlagen nach Kanton, und Golfsimulator in der Nähe die nächste.
Häufige Fragen
Wo liegt der Ball beim Fairwayholz?
Für Rechtshänder knapp innerhalb der linken Ferse. Golf Monthly nennt diese Position, damit der Angriffswinkel flach genug wird, um den Ball vom Rasen zu fegen. Die PGA-Anleitung von Brendon Elliott sagt dasselbe. Der Hybrid liegt dagegen wie ein langes Eisen.
Wie schlage ich einen Hybrid richtig?
Wie ein langes Eisen: gleiche Ballposition wie beim langen Eisen, ein Eisenschwung und ein kleiner Divot nach dem Ball, schreibt Golf Monthly. Auf der PGA Tour misst TrackMan beim Hybrid im Schnitt minus 3,5 Grad Angriffswinkel, der Schläger läuft also leicht nach unten.
Soll ich mit dem Fairwayholz einen Divot nehmen?
Nach Golf Monthly streift der Schläger den Rasen, ohne einen richtigen Divot zu nehmen. Das heisst nicht aufwärts schlagen: Auf der PGA Tour misst TrackMan beim Holz 3 minus 2,9 Grad, der Schläger läuft auch dort leicht nach unten, nur weniger steil als beim Eisen 7.
Wie hoch teet man das Holz 3?
Etwa 0,5 Zoll, rund 13 Millimeter, nennt eine Umfrage des Magazins Golf unter den 100 besten Golflehrern. Für ein Eisen sind es etwa 0,25 Zoll. Am Abschlag darf der Ball auch ohne Tee vom Boden gespielt werden (Regel 6.2b).
Warum fliegt mein Hybrid stark nach links?
Ein möglicher Grund ist ein Socket, ein Treffer mit der Innenseite des Hosels. Die PGA Deutschland schreibt, der Ball fliege dann stark nach links, und der Schlag tauche häufig bei Hölzern oder Hybriden auf, weil sie in der Regel kein Offset haben. Prüf deinen Abstand zum Ball.
Quellen
- TrackMan: What is Attack Angle? (Definition, negativer Angriffswinkel vom Boden, Driver PGA Tour minus 0,9 Grad)
- TrackMan: PGA Tour Averages (PDF, 2019) (Angriffswinkel, Schlägerkopftempo und Spin pro Schläger, Driver bis Eisen 7 (Kopie des TrackMan-Blatts auf teeituprva.com))
- TrackMan: LPGA Tour Averages (PDF, 2019) (Angriffswinkel pro Schläger auf der LPGA Tour (Kopie des TrackMan-Blatts auf teeituprva.com))
- Golf Monthly: 20 Expert Tips for Fairway Woods, Hybrids and Long Irons (Ballposition, Divot, Tee, Socket und Abstand zum Ball)
- PGA.com: Five Keys to Hit Your Fairway Woods Better (Brendon Elliott, PGA) (Ball knapp innerhalb der vorderen Ferse, Loft vertrauen)
- golf.com: Are you teeing the ball up at the correct height? (Umfrage unter den Top 100 Teachers, Teehöhe Holz 3 und Eisen)
- R&A: Regel 6, Spielen einer Bahn (6.2b, Abschlagsbereich) (Tee oder Boden am Abschlag)
- PGA Deutschland: Lernunterlage Golftechnik (März 2019) (Eintreffwinkel, Socket bei Hölzern und Hybriden)
- Swiss Golf Simulators: eigene Einträge (Anlagen mit TrackMan und Coaching, Stand 2. Oktober 2026)