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26. September 2026 · 7 Min. Lesezeit

TrackMan, Foresight, Uneekor, Full Swing und Golfzon: was die fünf Systeme unterscheidet

Fünf Namen, eine Frage: wie sie den Ball sehen. Was jedes System misst, wie viele Schweizer Anlagen es führen und wonach du eine Bay wirklich aussuchst.

TrackMan, Foresight, Uneekor, Full Swing und Golfzon: was die fünf Systeme unterscheidet — Beitragsbild

Fünf Namen kommen in Schweizer Anlagen immer wieder vor: TrackMan, Foresight Sports, Uneekor, Full Swing und Golfzon. Sie unterscheiden sich zuerst in einer einzigen Frage, nämlich wie sie den Ball sehen, und alles andere folgt daraus. Hier steht, was jedes System ist, wo es in der Schweiz steht und was du als Spieler davon merkst.

Was in der Schweiz steht

SystemAnlagen im VerzeichnisBauart
TrackMan83Radar, beim iO ein Deckengerät
Foresight Sports7Kameras neben dem Ball
Toptracer11, davon 5 als Range-SystemKameras über dem Abschlag
Uneekor4Kameras unter der Decke
Full Swing4kombiniert, Radar und Kameras
TruGolf, SkyTrakje 3Einstiegs- und Mittelklasse
Flightscope, ProTeeje 2Radar und Sensorleiste
Golfzon1Komplettanlage des Herstellers

Gezählt am 26. September 2026 über alle 126 publizierten Anlagen; einzelne führen mehr als ein System. Die Verteilung ist deutlicher, als man erwartet: Zwei von drei Anlagen im Land arbeiten mit TrackMan, und alles andere teilt sich den Rest.

Die zwei Bauarten in einem Absatz

Ein Radar steht hinter dir und verfolgt den Ball im Flug; drinnen sieht es nur die ersten Meter und rechnet den Rest. Eine Kamera steht neben oder über dem Ball und fotografiert den Treffmoment; sie braucht keinen Flug, sondern zwei scharfe Bilder. Daraus folgt der wichtigste Unterschied: Die Kamera misst den Spin direkt am Dimple-Muster, das Radar leitet ihn im Raum ab (Foresight). Ausführlich steht das in Radar oder Kamera.

TrackMan

Das System, mit dem die Tour misst, und mit 83 von 126 Anlagen das mit Abstand häufigste im Land. Der TrackMan 4 ist ein Doppelradar mit Optik, der hinter dem Ball steht und draussen den ganzen Flug verfolgt; der iO ist ein Deckengerät für Räume, in denen ein Radar nicht genug Tiefe hätte (TrackMan, Tech Specs).

Was du merkst: viele Zahlen, eine eigene Plattform mit Konto und Verlauf, und eine Software mit grosser Platzbibliothek. Was du beachtest: Der TrackMan 4 braucht Tiefe, rund 5.5 Meter zwischen Gerät und Leinwand, und in einem kurzen Raum leidet die Spinmessung.

Foresight Sports

Kamerasysteme, in sieben Anlagen im Verzeichnis. Die Geräte stehen neben dem Ball und lesen Ballgeschwindigkeit, Startwinkel und Drehung direkt aus mehreren Hochgeschwindigkeitsbildern. Beim GCQuad gehört der Treffpunkt auf der Schlagfläche zu den Schlägerdaten, und genau das macht diese Geräte im Fitting beliebt.

Was du merkst: kurze Räume genügen, der Spin ist gemessen statt gerechnet, und die Werte bleiben drinnen so gut wie draussen. Was du beachtest: Für Schlägerdaten brauchen einzelne Geräte Markierungen am Schläger, und die Anlage sagt dir, ob das so eingerichtet ist.

Uneekor

Vier Anlagen im Verzeichnis. Die Geräte hängen unter der Decke und filmen Ball und Schläger von oben, was zwei Vorteile hat: Es steht nichts neben dem Abschlag im Weg, und Links- und Rechtshänder brauchen keine Umstellung.

Was du merkst: Bilder vom Treffmoment, oft mit Zeitlupe, und Schlägerdaten ohne zusätzliches Gerät. Was du beachtest: Deckengeräte wollen eine ordentliche Raumhöhe, und die Montage bestimmt, wie gut sie messen.

Full Swing

Vier Anlagen im Verzeichnis, und das System, das die Indoor-Liga TGL einsetzt (The Golf Wire). Full Swing kombiniert Radar mit Kameras, um beides zu bekommen: die Startwerte aus dem Bild und die Flugdaten aus dem Radar.

Was du merkst: robuste Anlagen, wie sie in gewerblichen Räumen stehen, und ein Bild, das auf grosse Leinwände ausgelegt ist. Was du beachtest: Die Software ist meist die des Herstellers, also gilt dessen Platzbibliothek.

Golfzon

Einmal im Verzeichnis. Golfzon liefert keine einzelne Messbox, sondern eine Komplettanlage aus Sensorik, Software, Leinwand und Abschlagfläche, bei der die Teile aufeinander abgestimmt sind. In Asien ist das Modell verbreitet, in der Schweiz ist es die Ausnahme.

Was du merkst: eine Anlage, die sich wie ein Gerät bedient, mit eigener Spielwelt und eigenen Plätzen. Was du beachtest: Du bekommst, was der Hersteller vorsieht, und nicht die freie Kombination aus Gerät und Fremdsoftware.

Toptracer: das System, das du im Freien triffst

Elf Anlagen im Verzeichnis führen Toptracer, fünf davon als Range-System. Die Kameras hängen über dem Abschlag und verfolgen jeden Ball im Freien; auf dem Bildschirm stehen Carry, Höhe und Abweichung, dazu Spiele und Wettbewerbe.

Damit ist Toptracer nicht das Gegenstück zu einem Simulator, sondern die andere Hälfte: echter Ballflug mit Zahlen, dafür ohne Platz auf der Leinwand und ohne Wetterschutz. Was für welches Training besser ist, steht in Simulator oder Driving Range.

Die Einsteigergeräte

Drei Anlagen im Verzeichnis führen SkyTrak, drei TruGolf, je zwei Flightscope und ProTee. Diese Geräte kosten einen Bruchteil der gewerblichen Systeme und messen weniger: häufig den Ball gut und den Schläger gar nicht oder nur teilweise.

Für eine Bay, in der Runden gespielt werden, reicht das. Für Schwungarbeit fehlen die Schlägerdaten, und genau daran scheitern viele Heim-Setups: Das Gerät zeigt, wie weit der Ball flog, aber nicht, warum. Wer zu Hause baut, findet die Preisspannen in Golfsimulator selber bauen.

Was du als Spieler wirklich merkst

Wenn du das willstDann achte auf
Schlägerdaten für den Schwungein System, das den Schläger erfasst, und eine Anlage, die es eingerichtet hat
Verlässlichen SpinKamerasystem, oder Radar mit viel Tiefe
Den Treffpunkt auf der SchlagflächeKameras, etwa GCQuad oder Deckengeräte
Runden auf bekannten Plätzendie Software, nicht das Messgerät
Einen Abend zu viertdie Zahl der Bays und den Raum, nicht die Marke

Die Software ist die zweite Entscheidung

Welches Programm auf dem Bildschirm läuft, hängt nur teilweise am Gerät. GSPro läuft auf Windows und unterstützt unter anderem die Uneekor-Modelle, Foresight GC3, GCQuad und GCHawk, Full Swing KIT, FlightScope Mevo+, Garmin R10 und Rapsodo MLM2Pro; TrackMan und SkyTrak gehören nicht dazu (gsprogolf.com). Bei TrackMan gilt dessen eigene Bibliothek, bei Foresight und Uneekor oft die Software des Herstellers.

Für dich heisst das: Wenn ein bestimmter Platz auf der Leinwand liegen soll, fragst du nach der Software und nicht nach dem Gerät. Welche Plätze wo liegen, steht in Plätze im Golfsimulator spielen.

Warum ein System so dominiert

83 von 126 Anlagen führen TrackMan, und das ist für einen Markt dieser Grösse ungewöhnlich deutlich. Zwei Gründe liegen auf der Hand. Erstens die Herkunft: Das Gerät ist auf der Tour und in der Ausbildung etabliert, und Pros, die damit unterrichtet haben, richten ihre eigene Anlage damit ein.

Zweitens der Betrieb. Eine gewerbliche Bay läuft täglich, und dann zählen Service, Ersatzteile und Software-Updates mehr als ein Datenblatt. Wo ein Hersteller mit Händlern und Support präsent ist, entstehen Anlagen; wo nicht, bleiben es Einzelfälle. Das erklärt auch, warum Golfzon, in Asien ein grosser Name, hier genau einmal vorkommt.

Wonach du eine Bay wirklich aussuchst

Nach dem Weg, nach der Zahl der Abschlagplätze, nach dem Preis und danach, ob jemand da ist, der die Zahlen erklärt. Das Messgerät steht bei dieser Liste an fünfter Stelle, weil alle fünf Systeme mehr messen, als die meisten Spieler lesen.

Welche Anlage welches System führt, steht auf den Technikseiten, zum Beispiel zu TrackMan, Foresight, Uneekor und Full Swing. Und wie genau die Geräte überhaupt sind, in Wie genau misst ein Golfsimulator.

Und eine Einordnung zum Schluss: Alle Systeme in dieser Liste messen mehr, als ein Amateur in einer Saison auswertet. Die Frage ist nie, welches das beste ist, sondern welche Zahlen du wirklich liest und wer sie dir erklärt.

Häufige Fragen

Welches Simulator-System steht in der Schweiz am häufigsten?

TrackMan, mit 83 von 126 publizierten Anlagen. Danach folgen Foresight Sports mit 7, Toptracer mit 11 (davon 5 als Range-System), Uneekor und Full Swing mit je 4, TruGolf und SkyTrak mit je 3. Golfzon steht einmal im Verzeichnis.

Was ist der Unterschied zwischen TrackMan und Foresight?

Die Bauart. TrackMan ist im Kern ein Radar, das den Ball im Flug verfolgt und drinnen den Spin ableitet; der iO ist ein Deckengerät. Foresight arbeitet mit Kameras neben dem Ball, misst den Spin direkt am Dimple-Muster und kommt mit kurzen Räumen aus.

Welches System ist das beste für Anfänger?

Die Frage ist die falsche. Alle fünf messen mehr, als ein Einsteiger liest. Wichtiger sind der Weg zur Anlage, die Zahl der Abschlagplätze, der Preis und ob jemand da ist, der die Zahlen erklärt. 95 der 126 Anlagen bieten Coaching an.

Hängt die Platzauswahl am Messgerät?

Nur teilweise. Die Plätze gehören zur Software. GSPro läuft auf Windows und unterstützt unter anderem Uneekor, Foresight GC3, GCQuad und GCHawk, Full Swing KIT, FlightScope Mevo+, Garmin R10 und Rapsodo MLM2Pro; TrackMan und SkyTrak nicht. Bei TrackMan gilt die eigene Bibliothek.

Welches System zeigt den Treffpunkt auf der Schlagfläche?

Dafür braucht es ein Bild. Kamerasysteme wie der Foresight GCQuad führen den Treffpunkt unter den Schlägerdaten, Deckengeräte wie Uneekor filmen Ball und Schläger von oben. Ein reines Radar sieht ihn nicht.

Quellen